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Krankenhaus-Dach sorgt für saubere LuftClimaLife-Dachsteine statt Bitumenschindeln Besuchern und Patienten fällt die neue Optik des Krankenhauses „Gottesfriede“ am Rande Berlins sofort auf. Unsichtbar aber ist das, was sich dort auf dem Dach tut. Im Zuge der Komplettsanierung nach neuer Energieeinsparverordnung (EnEV) neutralisieren jetzt die eingedeckten ClimaLife-Dachsteine Schadstoffe aus der Luft. Auf insgesamt 470 Quadratmetern ersetzen rote Finkenberger Pfannen mit der luftreinigenden Oberfläche die maroden Bitumenschindeln, die noch aus DDR-Zeiten stammten. Das evangelische Krankenhaus – idyllisch gelegen am Hang einer Halbinsel in der Gemeinde Woltersdorf – gewährt den direkten Blick auf den Kalksee. Seit 1896 wurde der Gebäudekomplex in mehreren Etappen errichtet und nach der Einweihung des eindrucksvollen Mittelbaus im Jahre 1910 zunächst als Sanatorium genutzt. Die parkähnlichen Außenanlagen komplettieren heute das Anwesen. Seit dieser Zeit wurden zwar immer wieder Reparaturen an den Gebäuden vorgenommen, doch jetzt stand die Komplettsanierung im Innen- und Außenbereich an: Die Gebäudehülle wird zurzeit bei laufendem Betrieb energetisch saniert und entspricht dann den Anforderungen der im Oktober verschärften Energieeinsparverordnung. Komplexes Dachgefüge – windsogsicher Das Dach des Krankenhauses „Gottesfriede“ ist stark gegliedert: Mansarddächer, Erker und Satteldächer mit einer Neigung von 50 bis 70 Grad. „Derart steile Konstruktionen fordern besondere Umsicht“, berichtet Dachdeckermeister Dietmar Kurch aus Köthen. Denn ab 65 Grad ist zur optimalen Windsogsicherung jeder Dachstein einzeln zu befestigen, schreibt die Fachregel für Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen vor (Absatz 1.4.1). Auch die Zwischensparren-Dämmung verlangte Detailarbeit, da das Dämmmaterial passgenau für die unterschiedlichen Dachkonstruktionen zugeschnitten werden musste. Aus alt wird umwelt-aktiv Die frühere Eindeckung aus Jahrzehnte alten Bitumenschindeln schützte nicht mehr zuverlässig vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Nach ausführlichen Beratungsgesprächen fiel die Wahl auf rote Finkenberger Pfannen mit ClimaLife-Oberfläche der Dachziegelwerke Nelskamp aus Schermbeck/NRW. „Wir tragen als Krankenhaus eine besondere Verantwortung für die Gesundheit“, begründet Klinik-Geschäftsführer Andreas Heinemann diese Entscheidung. Die Lage des Gebäudekomplexes am Rande der Metropole Berlin war ein weiterer Grund. Denn die Oberfläche der ClimaLife-Dachsteine ist mit Titandioxid-Partikeln durchsetzt. Sie wandeln mittels Photokatalyse gesundheitsgefährdende Luft-Schadstoffe wie Stickoxide aus Verkehr, Heizungen und Industrie in ungefährliches Nitrat um. Bei Tageslicht werden bis zu 90 Prozent der schädlichen Stoffe neutralisiert. Von dem feinen und glatten ClimaLife-Mikrobeton spült der Regen Schmutzpartikel und das Nitrat, wichtiger Nährstoff für Pflanzen, einfach ab. „Die 470 Quadratmeter Dachsteine auf dem Woltersdorfer Krankenhaus neutralisieren pro Jahr die Stickoxide, die ein Euro4-Pkw in 39.950 Fahrkilometern erzeugt – das ist die Kilometerzahl, die durchschnittlich in zwei Jahren gefahren wird“, rechnet Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker bei Nelskamp, aus. Zeitlose Optik in bewährter Qualität Die „Finkenberger Pfanne“ ist seit 1953 in nahezu unveränderter Form erhältlich. Mit ihrer klassischen Optik zählt sie zu den beliebtesten Dachstein-Modellen. Das zeitlose Rot, in dem sie auf dem Krankenhaus zum Einsatz kommt, unterstreicht die Wirkung zusätzlich. Über den optimalen Schutz vor Regen oder Staub hinaus, ist sie besonders sturmsicher – vor allem wegen ihrer abgerundeten Schnittkante. „Da die Dachneigung in Woltersdorf deutlich über 30 Grad liegt, war eine Mindestüberdeckung der Pfannen von 7,5 Zentimetern notwendig“, stellt Kortendieck fest. „Nur so ist der Dachraum optimal vor Regeneintrieb geschützt.“ Die Arbeiten an und auf dem Dach des Krankenhauses „Gottesfriede“ waren dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in rund zwei Wochen abgeschlossen. Das Ergebnis wird ein vollständig saniertes Krankenhaus sein, das sich jetzt bereits vor der Tür um die Gesundheit von Patienten und Besuchern kümmert.
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