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Wer nichts wird, wird – Immobilienverwalter?

wohnen im eigentum fordert Sachkundenachweis für gewerblich tätige Verwalter / Der Verbraucherschutzverein hilft bei Suche nach geeigneten Verwaltern

Jeder kann Verwalter werden! Aufgrund der Vielzahl an Problemen mit den Verwaltern von Wohnungseigentumsanlagen sieht der Verbraucherschutzverein wohnen im eigentum dringenden politischen Handlungsbedarf.  wohnen im eigentum fordert den Gesetzgeber auf, einen Sachkundenachweis und verbindliche Ausbildungs- und Qualifikationsstandards für gewerbliche Verwalter einzuführen. 

Verspätete Abrechnungen, fehlerhafte Buchführung, schleppende Beseitigung von Baumängeln oder Kungeleien mit Handwerkern und Hausmeistern – der Ärger von Wohnungseigentümern über die Hausverwalter ist groß. Die meisten Beratungsanfragen beim Verbraucherschutzverein wohnen im eigentum betreffen die mangelhafte Hausverwaltung: In nur einem Jahr gingen 2.600 telefonische Anfragen zu diesem Thema ein.

Ein Grund für die gravierenden Mängel ist die unzureichende Qualifikation vieler Verwalter.
„In Deutschland kann jeder, der sich berufen fühlt,  als Wohnungseigentumsverwalter arbeiten“, kritisiert Gabriele Heinrich, Geschäftsführerin von wohnen im eigentum. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, eine einheitliche Berufsausbildung gibt es – anders als in den meisten anderen Berufen – nicht: Wohnungseigentumsverwalter müssen nicht einmal Sachkenntnisse nachweisen. Eine Gewerbeanmeldung reicht aus.

Das hat gravierende Folgen für die rund 5,2 Millionen Wohnungseigentümer in Deutschland. Sie müssen für die finanziellen Folgen einer unseriösen oder unfähigen Verwaltung, z.B. für Veruntreuung von Hausgeldern oder Rücklagen, für Gerichtsverfahren, für nicht wirtschaftliches Handeln der Verwalter, aufkommen. Fehlende Qualifikation und Nachlässigkeit verursachen außerdem volkswirtschaftliche Schäden durch den Wertverlust und wachsenden Modernisierungsstau bei Wohnanlagen.

Deshalb fordert wohnen im eigentum die Einführung eines Sachkundenachweises und einheitlicher Ausbildungs- und Qualifikationsstandards für gewerblich tätige Verwalter. Der Verbraucherschutzverein erarbeitet derzeit ein ausführliches Positionspapier, in dem die Probleme, die Ausbildungslage und der politische Handlungsbedarf dargestellt werden. Mit diesem Positionspapier wird der Verein seine Forderungen an die Bundestagsparteien und die zuständigen Bundesministerien herantragen.
Von höheren Standards profitieren auch die seriösen und professionell arbeitenden Verwalter. Denn die  „schwarzen Schafe“, die sich auf dem Immobilienmarkt tummeln, schaden dem Ruf des ganzen Berufsstandes. 
wohnen im eigentum e.V. hilft Wohnungseigentümern bei der Auswahl eines geeigneten Verwalters mit Checklisten, einem Muster-Verwaltervertrag und weiteren Veröffentlichungen z.B. zur Verwalterabberufung und  -entlastung. Die Checkliste mit 74 Fragen und Erläuterungen zur Kompetenz  und zur Arbeit des Verwalters) steht Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung, Nichtmitglieder erhalten sie für 3 €. Der Muster-Verwaltervertrag kostet 15  €. Weitere Informationen siehe  www.wohnen-im-eigentum.de

Das Haus
Auch im Forum von Haus & Garten, dem Online-Dienst der Zeitschrift "Das Haus" stehe ich Ihnen mit meinem Rat zur Seite

 

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