Spezielle Bau-
Versicherungen
Immobiliensuche

excl. Immobilien
in Mallorca


Das aktuelle Wetter

Top Ranking

Suchen Sie in den Bau-Doc-Seiten oder im Web

Ostdeutsche Städte profitieren vom Trend zurück in die Innenstadt

Im Jahr der Wiedervereinigung zeigten sich zahlreiche Innenstädte in Ostdeutschland verödet, viele Menschen zog es in den folgenden Jahren ins grüne Umland. Inzwischen hat sich der Trend umgekehrt: Nach aktuellen Untersuchungen des Analysehauses Feri EuroRating Services zum Wohnungsmarkt in Ostdeutschland gehören Leipzig, Dresden und Jena für Investoren 2009 zu den Top-5-Standorte in den neuen Bundesländern. Ganz oben stehen Berlin und Potsdam, die beide vom Hauptstadtbonus profitieren. Aufsteiger des Jahres ist Chemnitz, das nun knapp hinter Jena auf dem sechsten Platz im Feri-Ranking liegt. „Besonders in attraktiven Stadtlagen werden die Mieten auch in den nächsten Jahren steigen“, prognostiziert Jens Zimmermann vom Immobilienverband IVD Mitte Ost.

Damit würde sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. Laut IVD sind die durchschnittlichen Mieten 2009 im Vergleich zum Vorjahr sowohl in Dresden, als auch in Leipzig und Chemnitz gestiegen. Für Neubauwohnungen in Leipzig sind inzwischen 6,50 Euro pro Quadratmeter zu zahlen, in Dresden erhöhten sie sich leicht auf sieben Euro pro Quadratmeter. Chemnitz erlebte einen verhältnismäßig starken Anstieg im Vergleich zum Vorjahr: Mit inzwischen sechs Euro pro Quadratmeter verzeichnen die Mieten einen Anstieg von durchschnittlich zwanzig Prozent. „Der Chemnitzer Wohnungsmarkt erwacht langsam aus seinem Dornröschenschlaf“, fasst Zimmermann die Entwicklung zusammen.

Die Mieten steigen, da sich die Städte demographisch positiv entwickeln. Noch bis vor kurzem wurde Leipzigs Innenstadt das Ende und der gesamten Stadt ein drastischer Bevölkerungsrückgang prophezeit. Das Gegenteil ist nun der Fall: Neben einem nahezu kontinuierlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erlebt die Stadt auch einen stetigen Anstieg der Einwohnerzahl. Leipzig profitiert genau wie andere Städte des Sachsendreiecks von der zunehmenden Anzahl ansässiger, umsatzstarker Unternehmen wie Porsche oder Siemens.

„Ostdeutschland ist vom demographischen Wandel geprägt“, sagt Zimmermann. „Allerdings gibt es wichtige Unterschiede: Während die Bevölkerung vor allem in ländlichen Gebieten zurückgeht, erleben die Städte einen stetigen Zuzug“, so Zimmermann. Das hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, da immer mehr Menschen an Wohnungen in der Innenstadt interessiert sind, gleichzeitig aber das Angebot für modernen Wohnraum begrenzt ist.

Entscheidend für die Nachfrage am Wohnungsmarkt ist die Entwicklung der Haushaltszahlen. Leipzig konnte hier mit einer Zunahme von 16 Prozent punkten, während die Anzahl der Haushalte in Dresden sogar um zwanzig Prozent zunahm. Auch in Chemnitz konnte eine Zunahme von fünf Prozent erreicht werden.

Der Berliner Wohnungsspezialist Estavis hat aufgrund der positiven Entwicklungen Städte wie Chemnitz und Leipzig besonders im Blick. „Die steigenden Haushaltszahlen zeigen, dass auch langfristig mit einer stabilen Wohnungsnachfrage gerechnet werden kann“, erklärt Eric Mozanowski, Vertriebsvorstand der Estavis.

Dieser Trend ist gesamtdeutsch: Obwohl ein Rückgang der Bevölkerungszahlen in ganz Deutschland erwartet wird, kommt es dennoch zu einem Anstieg der Haushaltszahlen. Der Grund ist unter anderem der Trend zur Single-Gesellschaft: Da jüngere Menschen immer öfter einen Haushalt ohne Partner führen und ältere Menschen häufig nicht mehr mit ihrer Familie zusammenleben, wird trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen zukünftig mehr Wohnraum benötigt als noch vor einigen Jahren.

Standortvergleich ostdeutscher Städte nach Feri Immobilien Rating 2009:

Platz

Stadt

Ratingpunkte

1

Potsdam

50

 

Berlin

50

3

Dresden

48

4

Leipzig

46

 

Jena

46

6

Chemnitz

44

7

Rostock

43

8

Halle

42

 

Schwerin

42

10

Erfurt

41

Wohnimmobilien:

Während Dresden und Leipzig mit Berlin und Potsdam beim Standortvergleich für Wohnimmobilien um die ersten Plätze konkurrieren, kann sich Chemnitz gegenüber dem Vorjahr in seiner Attraktivität verbessern und liegt auf dem sechsten Platz.

Quelle: Feri Immobilien Rating – September 2009

Mietentwicklung in Neubauwohnungen:
Grafik „Mieten in Neubauwohnungen“: Seit 2005 steigen die Mieten in Leipzig, Dresden und Magdeburg beim Erstbezug von Neubauwohnungen mit gutem Wohnwert nahezu kontinuierlich an. Auch Chemnitz konnte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg erreichen. (Quelle: IVD Immobilienpreisspiegel Mitte-Ost 2009)

Grafik „Mieten in Neubauwohnungen“:

siehe auch: http://www.ivd.net/

Das Haus
Auch im Forum von Haus & Garten, dem Online-Dienst der Zeitschrift "Das Haus" stehe ich Ihnen mit meinem Rat zur Seite

 

Copyright © BBW - Media Bernkastel-Kues , All Rights Reserved.