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"Es bleibe Licht!"

Fachprogramm auf der efa - Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation

Panikmache oder Power für die Zukunft? Im Fachprogramm der Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation efa (28. bis 30. Oktober 2009) steht in streitbaren Expertenrunden angesichts des beginnenden Verkaufsstopps für Glühlampen auch die Zukunft alternativer Leuchtmittel kritisch auf dem Prüfstand.

Die gute alte Glühlampe ist bekanntlich eher eine Heizquelle denn ein Leuchtmittel. Experten wissen heute, dass 95 Prozent der aufgewandten Energie als Wärme abgestrahlt werden. Deutlich effizienter und somit strom-sparender schneiden dagegen LED- und Energiesparlampen ab. Forscher haben inzwischen recht genau errechnet, inwiefern Otto Normalverbraucher etwas vom Umstieg auf modernere Leuchten hat. Da eine durchschnittliche deutsche Familie rund zwölf Prozent ihrer jährlichen Stromkosten allein für die Raumbeleuchtung ausgibt, spart damit ein dreiköpfiger Haushalt rund 166 Euro im Jahr. Ein Single hat rund 64 Euro pro Jahr mehr zur Verfügung.

Dennoch verhallten die Appelle zum Energiesparen im EU-Raum weitgehend ungehört. Der Stromverbrauch der Privathaushalte wuchs allein zwischen 1999 bis 2004 um rund zehn Prozent. Deshalb verabschiedete Brüssel eine Ökodesign-Richtlinie. Sie legt Mindeststandards für energiebetriebene Produkte fest. Seit dem 1. September gilt demnach ein EU-weites Vermarktungstopp für 100-Watt-Glühbirnen und ineffiziente Lampen in Matt-glasausführung.

Panik ist aber nicht angebracht. Dass Brüssel nach 130 Jahren der altbewährten Glühbirne schrittweise das Licht abdreht, scheint vielmehr konsequent angesichts neuer, innovativer und umweltfreundlicherer Leuchtmittel. Die deutschen Verbraucherzentralen raten denn auch zur Umrüstung auf Energiesparlampen, mit denen sich bis zu 80 Prozent des bisher zur Raumerhellung aufgewendeten Stroms vermeiden lassen. Spätestens 2012 soll dann die letzte herkömmliche Glüh- und Halogenlampe aus dem Verkehr gezogen sein.

Doch es gibt auch kritische Stimmen in der Fachwelt. Sie warnen beispielsweise davor, LED zum Allheilmittel erklären. Für Gunter Winkler, Vorsitzender der Dresdener Bezirksgruppe in der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG), sollte man hierbei vor allem Äpfel nicht mit Birnen gleichsetzen. Das betreffe gerade die Energiesparlampen als vermeintliche Nachfolger der Glühbirne. Für den Lichtexperten und Projektbetreuer von der TRILUX Vertrieb GmbH in Leipzig bilden diese zwar eine von mehreren möglichen, aber nicht zwingend die einzige Lichtquelle der Zukunft. So lasse sich Energiesparen beim Licht auch sehr einfach bewerkstelligen: "Man muss es nur ausschalten", so Winkler, der zu dem Thema im Rahmen der Leipziger Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation efa 2009 (28. bis 30. Oktober) sprechen wird.

"Es bleibe Licht! - Vom Glühlampenverbot über gewagte Vergleiche mit Energiesparlampen und LED’s bis zu Effizienzreserven von Lampen, Leuchten und Anlagentechnik" lautet Winklers bewusst streitbar angelegter Beitrag am 30. Oktober. Ab 14.00 Uhr ist der Experte hierzu im efaforum 2009 "Zukunftsorientiertes Handwerk und energieeffiziente Technologien" zu erleben. Etwas spöttelnd verweist er etwa auf "so genannte Innovationen, etwa Adapter oder ähnliches, die obendrein Geld kosten, damit es dunkler wird".

Der Verbraucher müsse künftig klug "den wichtigen Unterschied von Energieeinsparung und Energieeffizienz" beachten. Effizienzreserven könne man natürlich bei Lampen und Leuchten suchen, aber auch "bei der richtigen Planung und Betriebsweise, inklusive der Wartung der Beleuchtungsanlage". Wo hierbei die größeren Potenziale liegen - darauf will Winkler auf der efa in Leipzig einige zum Teil verblüffende Antworten geben und hierbei durchaus auch zum Widerspruch anregen.

Das efaforum (Halle 5 / Stand B 45) beleuchtet während der drei Messetage unter dem Motto "Zukunftsorientiertes Handwerk und energieeffiziente Technologien" darüber hinaus ein breites Spektrum an Zukunftstechnologien für das Elektro- und Automationshandwerk. Hierzu gehören beispielsweise die neue Bäder- und Duschen-Norm VDE 0100 (Teil 701) in ihrer harmonisierten Form, die Liberalisierung des Messwesens sowie dessen Auswirkungen, Chancen der Energiespeicherung im Netz, das Thema Überspannungsschutz, die Zukunft der Internet-Telefonie Voice over IP, die neue Messstellenzugangs-Verordnung sowie Neuigkeiten von der Brennstoffinitiative Sachsen.

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