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Wenn das eigene Kraftwerk in Schwung kommt

Die bisher gängige Form, Energie und Wärme vom Kraftwerk zu beziehen, steht bei privaten Hausbesitzern nicht mehr so hoch im Kurs. Immer häufiger entscheiden sie sich dafür, die Energie in eigener Regie zu erzeugen und zu verbrauchen. Dazu gibt es dezentrale Systeme auf regenerativer Basis, etwa Solarkraftanlagen, die  Wärmepumpe oder die Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung. Nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse AG, einer Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, reduziert sich damit künftig der externe Anteil am häuslichen Strombezug. In einer Übergangszeit wird es eine Mischung aus eigener Erzeugung und Fremdbezug geben.   

Dezentrale Kraftwerke wie Biomasse- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Windkraft-, Geothermie-, Gas- und Dampfturbinen- oder auch Photovoltaikanlagen sind in unmittelbarer Nähe des Verbrauchers. Der Vorteil liegt darin, dass Strom, gekoppelt mit Wärme, vor Ort erzeugt wird und dadurch für den Verbraucher kostengünstiger ist. Und: Bei dem umweltschonenden Versorgungskonzept vermindern sich die Transportwege für die gelieferte Energie, was sich wiederum auf die Endrechnung auswirkt. Der Strom wird bei der dezentralen Versorgung beim Erzeuger unmittelbar auch wieder verbraucht. Falls kein Bedarf besteht, kann dieser sogar an den nächstliegenden Verbraucher im System weitergeleitet werden.

Die Zwischenlösung
Damit die Haushalte genügend Strom im Leitungsnetz hatten, lieferten noch vor 20 Jahren ein paar Hundert mittlere und große Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke die Netzspannung von 230 Volt fürs Licht und für die Elektrogeräte. Meist über weite Strecken, aber man kannte es nicht anders. Inzwischen decken rund zwei Millionen überwiegend dezentrale Energieanlagen weitgehend den Bedarf in Haus und Wohnung. Soweit es stromproduzierende Anlagen sind, speisen sie den Strom allerdings nicht mit 230 Volt Wechselstrom ein, sondern als Gleichstrom ­­– ideal für eine Zwischenlagerung in Batteriespeichern. Trotzdem wird auch dann die dezentrale Energieversorgung nicht völlig losgelöst vom Bezug aus dem öffentlichen Netz sein. Eher wird der Bewohner auf absehbare Zeit beide Angebote nutzen. Aber der Trend ist unumkehrbar.

Das Fundament dieses Prinzips: Eine intelligente Steuerung bringt den benötigten Strom zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge zum Verbraucher. Das funktioniert nur, wenn die Übertragungs- und Verteilnetze noch schneller und häufiger aus vielen Quellen dezentral erzeugten Strom aufnehmen können. Der Verbraucher gewinnt ein Mehr an Unabhängigkeit, weil ihn Preisschwankungen im Strommarkt weit weniger treffen.

Erst investieren – dann sparen
Bevor man aber in den Genuss von Einsparungen einer dezentralen Energieversorgung kommt, muss man Geld investieren. Vorsichtige Schätzungen sprechen von einer Amortisationszeit von zehn Jahren. Außerdem bleiben erneuerbare Energiequellen stark abhängig vom Wetter. Schwankungen im Ertrag sollten einkalkuliert werden. Auch trägt der Eigenheimbesitzer bei einem Defekt der Anlage die Verantwortung selber und kann sie nicht auf den Stromversorger abschieben. Für diesen Fall bieten manche Anbieter dezentraler Anlagen lange Gewährleistungen und Servicepakete. Es gibt inzwischen sogar Kraftwerksunternehmen, die die Energie-Selbstversorgung unterstützen und Anlagen aus einer Hand mit Beratung, Planung bis hin zu einem Rundumservice anbieten. 

Bei steigenden Energiekosten und wachsendem Energieverbrauch bietet die dezentrale Energieversorgung die Chance, weniger abhängig zu sein, den Umweltschutz zu fördern und auf lange Sicht Geld zu sparen.

Die Zukunft hat schon begonnen. Strom und Wärme aus dem hauseigenen Kraftwerk. Bis zu einer flächendeckenden Eigenversorgung dauert es noch eine Weile.
Foto: Wüstenrot Bausparkasse AG
 

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