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NRW bringt E-Mobilität in Mehrfamilienhäuser

DDIV: Neues Förderprogramm ist wichtiges Signal für die Energiewende

Nordrhein-Westfalen fördert den Aufbau privater Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Mehrfamilienhäusern im Rahmen der Richtlinie „progress.nrw” mit einem Sofortprogramm in Höhe von 20 Mio. Euro. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) begrüßt die NRW-Initiative als wichtigen Schritt, um die Elektromobilität in Deutschland zu verankern und die Energiewende voranzubringen.

Die E-Mobilität in Deutschland stockt. Zu wenig Ladepunkte, zu lange Ladezeiten und geringe Reichweiten bremsen das Interesse der Verbraucher an der neuen Mobilität. Der DDIV warnt daher seit längerem vor einem Scheitern der ambitionierten E-Mobilitätsziele und regt ein 100 Mio. Euro Sofortprogramm zur Förderung privater Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern an.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat nun mit einem Sofortprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro reagiert. Damit will man den Ausbau der E-Mobilität in Mehrfamilienhäusern fördern. Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW begrüßte ausdrücklich die Initiative des DDIV und verwies darauf, NRW zu einem führenden Standort der Elektromobilität weiterzuentwickeln. „Für den Erfolg ist insbesondere der Aufbau einer privaten Ladeinfrastruktur von entscheidender Bedeutung”, der fortan gefördert wird.
„Was nutzt das emissionsarme und geräuschlose E-Auto, wenn der nächste öffentliche Ladepunkt mehrere Kilometer entfernt liegt und im Zweifel nicht einmal frei ist? Mieter und Eigentümer wollen das Auto wie ihr Handy oder Laptop zu Hause aufladen. Das neue Förderprogramm in NRW hat deshalb bundesweit vorbildhaften Charakter”, so DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler.
Der DDIV appelliert vor dem Hintergrund der anhaltenden Sondierungsgespräche zur Bildung einer Regierungskoalition zugleich das Thema bundespolitisch anzugehen und die private Ladeinfrastruktur in den Fokus zu rücken. Allein Wohnungseigentümergemeinschaften verfügen über rund vier Millionen Parkplätze. Potential, das nicht ausgeschöpft wird.

Hintergrund

Für den Erfolg (oder Misserfolg) der E-Mobilität sind drei Faktoren entscheidend: die Anschaffungskosten, Reichweite und Ladeinfrastruktur. In 2016 hat die Bundesregierung einen Umweltbonus in Höhe von bis zu 4.000 Euro für reine Batteriefahrzeuge eingeführt. Neben der Kaufprämie wird auch der Unterhalt des Autos durch eine zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer subventioniert. Maßgeblich für die Kaufentscheidung ist jedoch vor allem eine flächendeckende und jederzeit zugängliche Ladeinfrastruktur. Die Bundesregierung investiert dafür momentan 300 Millionen Euro in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur. So wird der Bau von 5.000 Schnellladestationen mit 200 Millionen Euro und die Installation von 10.000 Normalladestationen mit 100 Millionen Euro bezuschusst. Aktuell finden sich in Deutschland ca. 6.500 öffentlich zugängliche Ladepunkte, darunter aber nur 230 Schnellladepunkte. Keine Förderung hingegen gab es bisher für die private Ladeinfrastruktur.

siehe auch: www.progres.nrw.de.

 

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