Die
HAUSIDEEN
- COMMUNITY Schauen Sie mal rein !

www.Ferienhaus-euronat.de Das Haus
Haus und Garten
der Onlinedienst der
Zeitschrift Das Haus
 

Spezielle Bau-
Versicherungen
Immobiliensuche

excl. Immobilien
in Mallorca

Smart Home – wirklich so schlau?

Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum e.V.warnt vor Risiken durch vernetzte Geräte

Miteinander vernetzte Haushaltsgeräte sind die Zukunft – behauptet die Industrie, die ihren Kunden solche Produkte verkaufen möchte. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) rät Kunden jedoch, dieser Kauf-Verlockung erst einmal zu widerstehen. "Man muss nicht jeden technischen Schnickschnack mitmachen, zumal wenn noch größere Sicherheitsbedenken bestehen", so WiE-Geschäftsführerin Gabriele Heinrich. Zur Zeit gebe es viele verschiedene Standards, so dass verschiedene Geräte oft gar nicht zusammenarbeiten können. Darüber müssten Kunden sich gut informieren. Außerdem sei die Software bei den Geräten mitunter nicht ausgereift. Es gebe dadurch teilweise Sicherheitslücken in den Geräten, über die Angreifer sensible Daten ausspähen können. Ob ein Produkt solche Sicherheitslücken aufweist oder nicht, sei für die Verbraucher sehr schwer zu erkennen.

Zudem machen Kunden von Smart-Home-Geräten sich abhängig von den Servern der Hersteller. Diese können durch einen Hackerangriff, aber auch aus harmloseren Gründen ausfallen. Die Folge: Verbraucher können dann mitunter nicht mehr auf ihre Geräte zugreifen. Für Kunden eines Anbieters von Geräten für vollautomatische Rasenpflege und Gartenbewässerung könnte ein solcher Absturz dazu führen, dass die Pflanzen im Garten vertrocknet sind, wenn sie aus dem Urlaub wiederkehren, weil sie nicht wie geplant gegossen wurden. Es ist derzeit rechtlich in vielen Fällen noch unklar, wer solche Schäden dann übernimmt.

Verbraucher sollten sich daher unbedingt zunächst fragen, ob sie die vernetzten Geräte wirklich benötigen, rät Heinrich. "Denn es mag sein, dass sie durch eine automatische Heizungssteuerung später einmal Geld für Energie sparen – aber erst einmal werden sie eine Menge Geld ausgeben, um ihr Haus „smart“ zu machen." Ob sich das wirklich lohnt, werde sich erst später zeigen. Zudem sei davon auszugehen, dass durch die Vernetzung die Geräte auch reparaturanfälliger werden. Ihr Fazit: Verbraucher sollten der Verlockung der Hersteller erst einmal widerstehen.

Sollten Kunden sich dennoch für solche Geräte entscheiden, müssen sie beim Kauf darauf achten, dass zusätzlich zum Kaufpreis eventuell Zusatzbeiträge fällig werden. Es gibt Anbieter, die sich die Möglichkeit der Steuerung der Geräte über die App bezahlen lassen. Dann müssen Kunden jeden Monat dafür einen zusätzlichen Betrag bezahlen. Auch für die Speicherung von Daten, zum Beispiel bei Überwachungskameras, bitten die Hersteller ihre Kunden teilweise mit monatlichen Extra-Beträgen zusätzlich zur Kasse.

Nach dem Kauf solcher "smarten" Geräte sollten Kunden voreingestellte Passwörter unbedingt ändern und dabei darauf achten, sichere Passwörter zu verwenden, rät Heinrich. Ein sicheres Passwort enthält große und kleine Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Zudem sollte es immer wieder geändert werden. Außerdem sollten Smart-Home-Geräte keinesfalls im gleichen Netzwerk betrieben werden wie Computer mit privaten Informationen. Wichtig sei es auch, regelmäßig die Updates der Hersteller aufzuspielen, um Sicherheitslücken zu schließen. "Einerseits verspricht das Smart Home also Bequemlichkeit, andererseits macht es auch selber ganz schön Arbeit, denn das kostet natürlich alles Zeit", so Heinrich.

Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf der Themenseite "Smart Home" auf
 

Altbau und Denkmalpflege Informationen und vieles mehr beim Kollegen
Architekt Konrad Fischer




Kettensägen schärfen