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PREFA bringt die Phantasie zum Glühen

Klein, aber fein: Neues architektonisches Glanzstück in St. Valentin

Zwei Spitzgiebel und die schwarzrote Prefalz-Sonderfarbe für die Fassadenverkleidung sorgen mitten im baulich eher tristen Gewerbegebiet von St. Valentin in Oberösterreich für architektonische Furore. Ein neuer kleiner Tabak-Shop zeigt, dass auch kleine Zweck-Projekte Mega-Auftritte in Sachen Architektur hinlegen können, wenn Bauherr, Architekt, Verarbeiter und Materialproduzent sich für das Thema gemeinsam erwärmen.

Freude am Ausgefallenen, eine neu interpretierte Bauform und vom Thema inspirierter Mut zu einem ungewöhnlichen Material, prägen den Neubau eines kleinen Tabak-Shops. Die gewissen Extras des Entwurfs der Poppe*Prehal Architekten schaffen eine knisternd spannende Atmosphäre für einen banalen Zweckbau im architekturplatten Gewerbegebiet.

Aufsteigender Rauch

Ob sich Bauherr und Architekt beim aufsteigenden Rauch einer Nachdenk-Zigarettenpause darüber gefunden haben, die flächige Struktur der faden Gewerbebauten rings herum mit zwei hohen, spitzen Giebeln zu konterkarieren, wissen wir nicht. Dass der ungewöhnliche Baukörper und die schwarzrote Metall-Ummantelung des Knisterhäuschens in St. Valentin aus PREFA-Aluminium die Fantasie zum Glühen bringt, aber schon. Jedenfalls bewiesen die Architekten mit diesem Entwurf, dass auch ein Projekt mit überschaubaren Dimensionen eine spannende Herausforderung sein kann.

Im Brennpunkt

Dass ein simpler Shop für Alltagsbedarf durchaus zum Brennpunkt für Ideenreichtum und handwerkliche Perfektion werden kann, dafür sorgt das dunkelrote Prefalz-Metallkleid vom Dach bis zum Fundament. Die zweiteilige Bauform mit spitz zulaufenden Giebeln verleiht dem Shop nicht nur einen herausragenden, prominenten Auftritt im Brennpunkt der Ödnis von flachen Zweckbauten des Gewerbegebietes Herzograd im Enns-Donau-Winkel. Die kleine Trafik definiert sich damit auch als gemütliches "Glutnest" der Kommunikation im hektischen Alltag.

Mit Prefalz geht die Sonne glühend auf

Ziemlich schnell haben sich Bauherr und Architekt auch für ein ungewöhnliches Material entschieden. "Das Prefalz Material lässt sich wie eine Haut über Dach und Fassade spannen und das Gebäude abstrakt erscheinen", argumentiert Poppe seine PREFA-Entscheidung für die Verkleidung von Dach und Fassade mit den geschmeidigen, federleichten, aber robusten und wartungsfreien Aluminium-Elementen. "Die Kantung des Falzes erzeugt eine unglaublich schöne Spannung", sagt Poppe, der auch materialtechnisch gerne bestehende Konventionen aufbricht und neu interpretiert. Deshalb sind auch die Prefalz-Elemente eine speziell angefertigte farbliche "Sonderedition". Der dunkle Rotton der Pulverbeschichtung ist eine Sonderfarbe und der Glut einer Zigarette, Pfeife bzw. Zigarre nachempfunden. Jetzt bringt die Sonne das Schwarzrot der Prefalz-Spezialbeschichtung der 420 m2-Fassaden- und Dachfläche, die ineinander übergehen, zum Glühen.

Schmiegt sich geschmeidig

Umgesetzt hat die gar nicht so einfache und detailreiche Aufgabe die Prefalz-Elemente genau nach Architektenplan zu montieren die Spenglerei Stefan Ertl aus St. Valentin, die die Prefalz-Bahnen auf 30mm Rauhschalung mit Nirofix und Schubhafter exakt nach Plan gekantet und montiert hat. "Das geschmeidige Aluminium-Material ist auch bei komplexer Aufgabenstellung des Architekten angenehm zu verarbeiten und PREFA schult exakt auf die Produkte ein und steht auch immer wieder beratend und für Rückfragen unterstützend zur Verfügung", sagt Stefan Ertl, der die Außenhaut der Trafik, die aus 50er Bandblechen bestand und vorher profiliert wurde, mit seinen vier Mitarbeitern in zwei Wochen montiert hat. "Der Effekt ist homogen vom Material her und spektakulär, was die Wirkung betrifft". Dass das Alumaterial, aus denen Dach und Fassadedeckung entstanden, insgesamt nur extrem wenig wiegt, macht darüber hinaus dem Verarbeiter das Leben auch noch leichter.

Überspitzte Mostviertler Bautradition

Die einzigartige, mutige Erscheinung des kleinen Shops Gebäude hat für viel Aufsehen gesorgt, schmunzelt Architekt Poppe. "So oder so war diese Trafik wochenlang Gesprächsthema über die Ortsgrenzen hinaus." Kostenlose Werbung für Bauherrn Roland Weichslbaum, dessen Vorgaben erst einmal vage waren. "Es gab eine bestehende Trafik und deren Einrichtung. Jetzt sollte sie an einen neuen Standort", fasst Poppe das Bauherren-Briefing zusammen. Der Grundriss bestand bereits. Mit zwei Giebeln, ungewöhnlichen sieben Metern Höhe und dem bis zur Spitze hin offenen Raum setzte Poppe pointiert Akzente. Die beidseitige Glasfront lässt viel spannendes Lichtspiel in den Raum, weshalb sich der klar strukturierte und moderne Ladenbau des Innenraums funktional zurücknehmen kann.

"Zur Idee mit den zwei Spitzdächern kamen wir aus mehreren Gründen", sagt Poppe. "Erstens haben wir die Bautradition, die für diese Region sehr typisch ist, übernommen und auf unsere Weise neu interpretiert. Zweitens entstand daneben ein Supermarkt und damit die Trafik nicht untergeht, sind wir in die Höhe gegangen." Der Doppelbaukörper, der gleich zwei Knisterhäuschen nebeneinander setzt, beruht auf der Idee einer praktischen Trennung zwischen Verkaufs- und Lagerraum. Geshoppt wird in der verglasten, transparenten Hälfte, gebunkert, gelagert und gestapelt werden Zeitungen und Zeitschriften, Tabakwaren, Lose und Lottozubehör usw. im geschlossenen, intransparenten Bereich.

Zwei Spitzgiebel und die schwarzrote Prefalz-Sonderfarbe für die Fassadenverkleidung sorgen mitten im baulich eher tristen Gewerbegebiet von St. Valentin in Oberösterreich für architektonische Furore.
Copyright: PREFA/Croce

siehe auch: www.prefa.com

 

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Architekt Konrad Fischer




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