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Heizen ohne EmissionenDen Standard von morgen bereits heute nutzen Erneuerbare Energien werden auch bei Altbauten künftig unverzichtbar sein Heizenergie aus Solarthermie, Holz oder Umweltwärme ist klimaneutral, günstig und macht unabhängig. Neue Fördersätze im Marktanreizprogramm MAP. Gute Dämmung wichtig. Mit Sonnenstrahlen oder Holzpellets zu heizen war noch bis vor wenigen Jahren eine absolute Ausnahmeerscheinung. Inzwischen nutzen rund sieben Prozent aller Hausbesitzer erneuerbare Wärme. „Künftig werden Klimaschutzbestimmungen und abnehmende fossile Ressourcen regenerative Energien zum Standard machen, auch im Altbau“, sagt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg. Einen ersten Schritt im Altbaubereich hat Anfang des Jahres das Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes gemacht. Der Unterhalt von Gebäuden verschlingt in Deutschland mehr als ein Drittel der Endenergie – der Großteil entfällt dabei auf die Wärmeversorgung. „Eine Reduzierung des Heizbedarfs ist dringend nötig. Die Nutzung von Erneuerbaren Energien im Wärmebereich wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA gefördert. Im dafür zuständigen Marktanreizprogramm MAP haben sich jüngst die finanziellen Konditionen geändert. Seit 22. Februar gelten neue Förderregeln: Der Kesseltauschbonus wurde bis Ende 2010 in reduzierter Form verlängert. Eine für den Gebäudebestand besonders gut zur Wärmeerzeugung geeignete Energieform ist die Sonne. „Sie wird über eine solarthermische Anlage auf dem Dach angezapft“, erklärt Freier. „Je nach Größe der Anlage trägt diese zur Brauchwassererwärmung oder auch zur Heizungsunterstützung bei.“ In einem Vierpersonenhaushalt reichten bereits fünf bis acht Quadratmeter Kollektorfläche damit der Heizkessel im Sommer ausgeschaltet werden kann. Für die Heizungsunterstützung sind zusätzliche Kollektorflächen von 15 bis 20 Prozent der Wohnfläche notwendig. Soll mit der Maßnahme das Erneuerbare-Wärme-Gesetz erfüllt werden, sind mindestens 0,04 Quadratmeter Kollektorfläche pro Quadratmeter Wohnfläche zu installieren. Auch Holzheizungen nutzen Sonnenenergie. In dem Energieträger Holz ist die Sonne in gespeicherter Form verfügbar. Die Verbrennung ist kohlendioxidneutral. „Als Brennstoff kommen Holzpellets, Hackschnitzel, Stückholz oder Holzbriketts in Frage“, so Claudia Rist. „Holzheizungen gibt es als Einzelöfen mit und ohne Anschluss an den zentralen Warmwasserspeicher oder als zentralen Heizkessel.“ Für eine neue zentrale Heizanlage empfiehlt sich besonders ein moderner Pelletkessel. Die durch die Sonne erwärmte Umwelt ist das Wärmereservoir für Wärmepumpen. Wärmepumpen nutzen die Wärme aus dem Grundwasser, dem Erdreich oder in Einzelfällen aus der Luft und pumpen sie mit Hilfe von Strom auf ein höheres Temperaturniveau. Mit der Energie werden Häuser beheizt und mit Warmwasser versorgt. „Ob Wärmepumpen effizient arbeiten oder zu einer Kostenfalle werden, zeigt die Jahresarbeitszahl“, sagt Rist. „Die Zahl ist das Verhältnis von gewonnener Heizenergie zu eingesetzter elektrischer Energie. Sie sollte über 4,0 und muss zur Erfüllung des EWärmeG über 3,5 liegen.“ Ist das Haus gut gedämmt und verfügt über Fußboden- und Wandheizungen, wird die Zahl in der Regel erreicht, wenn das Erdreich als Wärmequelle genutzt wird. siehe auch: www.zukunftaltbau.de |
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