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Wohnen im Reetdachhaus

In Gelb, Lachsrosa, Hellblau und in Weiß leuchten die zum Großteil reetgedeckten Häuser im Ferienpark „Blaue Wiek“ an der Ostsee. Die Neubauten  orientieren sich an landestypischen Vorbildern und sind am Giebel nach einem uralten Brauch mit gekreuzten Pferdeköpfen aus Holz verziert - der heute willkommene Schmuck sollte früher Unheil abwenden.

Urige Behaglichkeit vermitteln die Reetdächer. Sie gelten als eine der ältesten Bedachungen überhaupt. Reet, Stroh und Schilf werden seit Tausenden von Jahren als Baustoff eingesetzt. Reet ist ein reines Naturprodukt, das an den Ufern von Seen und Gewässern wächst und ca. zwei Meter hoch wird. Im Winter wird das verblühte Reet gemäht und getrocknet. Danach ist es schon bereit für die Verarbeitung.

Weil Reetdächer aus der Mode kamen, wäre das alte Handwerk fast ausgestorben. Vor allem der Denkmalpflege und ihren Bemühungen zur Erhaltung der selten gewordenen Reetdächer ist es zu verdanken, dass es immer noch einige Handwerker gibt, die sich auf das Eindecken mit Reet verstehen. In jüngster Zeit erlebt das traditionelle Reetdach jedoch eine Renaissance. Nicht ohne Grund: Ein Reetdach sieht nicht nur gut aus, sondern besitzt auch hervorragende Dämmeigenschaften. Im Sommer sorgt die Reetschicht dafür, dass es im Haus angenehm kühl bleibt, im Winter lässt es die Wärme nicht nach draußen. Das Reet ist innen hohl und erlaubt so eine Luftzirkulation. Das garantiert ein hervorragendes Raumklima. Reetdachhausbesitzer schwärmen von einer natürlichen "Klimaanlage".

Perfekt mit Reet harmoniert der massive Baustoff Porenbeton, der Millionen kleiner Luftporen besitzt und dadurch eine ausgezeichnete Wärmedämmung erzielt. Mit ihm lässt sich jede Fassadenform einfach realisieren, da er gut zu verarbeiten ist und auch für bauliche Details leicht zugeschnitten und zusammengefügt werden kann. Mit Porenbeton-Plansteinen ist ein nahezu fugenfreies Mauerwerk in Dünnbettmörtel möglich. Auf diese Weise herrscht unterm Reetdach ganzjährig ein behagliches und angenehmes Raumklima.

Auch wer als Bauherr in der Architektur keinem regionalen Baustil folgen will, kann das spezielle Wohnvergnügen in einem Reetdachhaus genießen, beispielsweise in den Ferienhäusern an der Ostsee. Ein geringer Energieverbrauch mit entsprechend niedrigen Nebenkosten kommt der Urlaubskasse zugute und schont die Umwelt nicht nur am Ferienort.

Norddeutsches Wohnflair mit modernem Komfort: steiles reetgedecktes Dach, Fledermausgaube, Sprossenfenster und Klappläden – das sind Merkmale des traditionellen Baustils. Der Neubau ist mit dem massiven Baustoff Porenbeton gebaut und lädt als Ferienhaus zum  Entspannen ein.
Ein Kamin im Wohn-Essbereich verbreitet wohlige Wärme. Der geringe Energieverbrauch des massiv mit Porenbeton gebauten Hauses und die niedrigen Nebenkosten kommen der Urlaubskasse zugute. Fotos: Bundesverband Porenbeton

siehe auch: www.ostseepark-blaue-wiek.de, und www.bv-porenbeton.de

 

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Architekt Konrad Fischer




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