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Weg frei für umweltfreundliche Heizkessel

Branche hofft auf Auftragshoch bei Wärmetechnik

(pte) Der Staat hat die seit Mai geltende Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm (MAP) wieder aufgehoben. 115 Mio. Euro stehen somit 2010 noch für die Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bereit. "Die Aufhebung der Fördersperre kam in letzter Minute. Das Ausbleiben der Fördergelder hat viele Unternehmen an den existenziellen Abgrund getrieben", erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) http://www.solarwirtschaft.de,

"Wir hoffen, dass nun viele Menschen die Förderung und das gute Wetter nutzen, um auf Solarthermie umzusteigen. Angesichts tendenziell steigender Preise für Öl und Gas kann sich die Investition oft bereits innerhalb weniger Jahre amortisieren", sagt Körnig.

Heizkesselwechsel meist im Sommer
Die Preise für eine Anlage mit Flachkollektoren für einen Vier-Personen-Haushalt liegen beispielsweise mit Heizungsunterstützung bei etwa 10.000 bis 12.000 Euro. Rund zehn Prozent davon bezahlt nun wieder der Staat. "Wer zusätzlich seinen Heizungs-Oldtimer gegen einen Brennwertkessel tauscht, bekommt bis Ende dieses Jahres vom Staat einen Kesseltauschbonus von 400 Euro obendrauf", ergänzt Körnig.

Grundsätzlich ist der Sommer die Jahreszeit, in der die meisten Menschen ihren Heizkessel erneuern. Immer mehr greifen dabei auf erneuerbare Energien zurück. Die Umwelt aber auch die Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen sind dabei laut BSW-Solar Hauptbeweggründe. "Vor allem Familien denken an die Zukunft. Sie setzen auf unerschöpfliche und umweltfreundliche Energie. Bereits 20 Prozent der Eigenheimbesitzer mit Kindern haben eine Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung errichtet", so Körnig.

Förderkonditionen gelten bis Ende 2011
Auch der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) reagierte erleichtert auf die Aufhebung der Haushaltsperre. "Wir sind froh, dass nun endlich Klarheit herrscht und erwarten, dass der eingebrochene Markt durch die Förderung wieder anspringt", betont BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke http://www.bdh-koeln.de gegenüber pressetext.

Gefördert werden jedoch nur innovativste Technologien wie Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau, da hier der Einsatz erneuerbarer Energien inzwischen vorgeschrieben ist. Ebenso entfällt künftig eine Förderung für Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung. Aus der Bezuschussung fallen auch luftgeführte Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel und wenig effiziente Wärmepumpen. Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011.

Erneuerbare Energie: Der Staat fördert umweltfreundliche Wärmegewinnung wieder. (Foto: BSW-Solar)
 

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