Natursteine ohne Kinderarbeit
Besco: Produktion nach sozialen und ökologischen Standards
Ob als edler Bodenbelag, witterungsbeständige Fassadenverkleidung oder Kunstwerk im Außenbereich: Naturstein ist ein beliebtes Gestaltungselement moderner wie zeitloser Architektur. In Zusammenhang mit dem vielfältig einsetzbaren Werkstoff wird oft auch über die mitunter verheerenden Zustände in Steinbrüchen berichtet, wonach weltweit rund 1 Million Minderjährige als Schuldknechte mit Presslufthämmern oder Sprengstoff massiven Granit aus Felswänden brechen. Die Besco Berliner Steincontor GmbH setzt sich seit vielen Jahren aktiv gegen diese Missstände und für eine Produktion nach sozialen sowie ökologischen Standards ein.
„Wir beziehen jährlich rund 2.500 Container Natursteinprodukte aus Asien. Waren zu handeln, die jedoch in ausbeuterischer Absicht oder von Kinderhänden produziert wurden, ist für uns absolut inakzeptabel“, so Frank Dickmann, Geschäftsführer des aufs Projektgeschäft spezialisierten Unternehmens. Mindestes zehn Mal im Jahr reisen Mitarbeiter des Berliner Büros für mehrere Wochen nach China und Vietnam, um die dortigen Arbeitsbedingungen ausgiebig zu prüfen. Parallel hierzu beschäftigt Besco eigenes einheimisches sowie deutsches Personal permanent vor Ort. Denn neben einer modernen technischen Ausstattung der Betriebe besitzt ein menschenwürdiges Produktionsumfeld im Sinne der ILO-Vorgaben hohen Stellenwert. Diese Punkte sind wesentlicher Bestandteil aller Verträge und werden regelmäßig überwacht.
Von der häufig getroffenen Pauschalaussage, asiatischer Naturstein sei grundsätzlich mit Kinderarbeit verbunden, distanziert sich das Unternehmen daher bewusst. „Wir bereisen diese Regionen nun seit mehr als einem Jahrzehnt und haben sowohl in China als auch in Vietnam niemals Minderjährige arbeiten sehen. Die bestehende Schulpflicht sowie die in China gesetzlich geregelte Ein-Kind-Ehe ließen dies ohnehin nicht zu. Innerhalb der 40 bis 50 Produktionsstätten, mit denen wir kooperieren, bewegen wir uns auch ohne vorherige Anmeldung absolut frei“, so Dickmann. „Vollkommen anders gestaltet sich die Situation in Indien. Entgegen der Aussage vieler Exporteure haben wir dort elf oder zwölf Jahre alte Jungen in den Steinbrüchen bei der Verrichtung schwerster körperlicher Arbeit gesehen. Daraus wird vor Ort auch kein Hehl gemacht, ein Unrechtsbewusstsein besteht diesbezüglich nicht. Daher schließen wir die Zusammenarbeit mit indischen Betrieben kategorisch aus und verwenden auch in den Produktionsländern China und Vietnam nur heimische Materialien.“
Seine soziale Verantwortung untermauert das Berliner Unternehmen unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit den beiden Organisationen Xertifix und Win=Win Fair Stone. Als zertifizierter Partner setzt sich Besco für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Natursteinindustrie von Schwellen- und Entwicklungsländern ein. Hierzu zählt auch die Verpflichtung zur konsequenten Einhaltung wirtschaftlicher und ökologischer Standards entlang der gesamten Lieferkette. Des Weiteren steht die Geschäftsführung in regem Kontakt mit der Arbeitnehmergruppe im Deutschen Bundestag und ist geladener Teilnehmer der regelmäßigen Veranstaltung „Runder Tisch Natursteine ohne Kinderarbeit“.
Sämtliche Partnerbetriebe des Besco Berliner Steincontors zeichnen sich durch ein menschenwürdiges und sicheres Produktionsumfeld im Sinne der ILO-Vorgaben aus. |
Mehrmals jährlich prüfen die Mitarbeiter des Berliner Büros die Arbeitsbedingungen in den chinesischen und vietnamesischen Betrieben persönlich. Darüber hinaus führt einheimisches und deutsches Personal permanente Kontrollen vor Ort durch. |
Das Berliner Unternehmen legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Partnerbetrieben sowie den Organisationen Xertifix und Win=Win Fair Stone. Dies sichert die konsequente Einhaltung wirtschaftlicher und ökologischer Standards entlang der gesamten Lieferkette. |
Ausbeuterische Kinderarbeit ist in Indien nach wie vor weit verbreitet. Aus diesem Grund schließt Besco die Kooperation mit dortigen Produktionsstätten kategorisch aus und verwendet auch in den Ländern China und Vietnam ausschließlich einheimische Rohware.
Fotos: Besco |
siehe auch: www.besco-gmbh.de
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