Haussanierung: Gute Vorsätze für das neue Jahr auch umsetzen
Energieberater helfen beim Kostensparen und der privaten Energiewende
Die Energieexperten sind wertvolle Ratgeber für sanierungswillige Hausbesitzer.
Wer kennt es nicht: Gute Vorsätze für das neue Jahr sind schnell gefasst und rasch wieder vergessen. Das gilt nicht nur für Ernährung und Gesundheit, sondern auch für den Zustand der in die Jahre gekommenen Immobilie. Die Vorhaben, etwa eine Fassadendämmung oder eine neue Heizung, erscheinen bald als Last und werden deshalb nicht angepackt. „Diesem Problem entgehen Hausbesitzer, wenn sie einen Energieberater mit der Planung und Umsetzung beauftragen“, rät Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. In der Tat: Energieberater liefern Entscheidungshilfen und damit die Grundlage für die Sanierungsplanung. Die Vorhaben können so ohne Verzögerung in Angriff genommen werden. „Das trägt zur persönlichen Energiewende bei, zu geringeren laufenden Kosten und letztlich auch zum Klimaschutz“, so Rist.
Informationen dazu gibt es beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de. Am Beratungstelefon beantworten Architekten und Energieberater neutral zur energetischen Modernisierung von Gebäuden und vermitteln Kontakte zu Energieberatern und Energieagenturen aus der Region.
Im Januar kommt bei vielen deutschen Haushalten die Heizkostenabrechnung des vergangenen Abrechnungszeitraumes ins Haus. Zu erwarten ist, dass die Nachzahlungen deutlich höher ausfallen werden als in den vergangenen Jahren: Der Heizölpreis ist von 2009 bis 2011 von rund 55 Euro pro 100 Liter auf über 85 Euro gestiegen – eine Steigerung um 65 Prozent. „Das ist ein weiterer Anlass, die schon lange ins Auge gefasste Sanierung jetzt endlich umzusetzen“, sagt Dr. Volker Kienzlen von der Landesenergieagentur KEA.
„Kosten zu sparen ist freilich nicht der einzig gute Grund, das Haus oder Teile davon energetisch zu sanieren“, so Kienzlen. „Eine Sanierung bringt noch viel mehr.“ Warme Wände und zugfreie Fenster seien Komfortaspekte, die inzwischen von immer mehr Mietern erwartet würden. Weniger Kohlendioxidausstoß mache das Haus zudem klimafreundlicher. Hinzu komme, dass mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung den Menschen heute wichtiger sei als noch vor wenigen Jahren – weniger Ölverbrauch durch eine Dämmung der Gebäudehülle macht unempfindlicher gegenüber Preissteigerungen.
Während einer Sanierung, empfiehlt Energieexperte Kienzlen, solle ein Altbau gleichzeitig auf das Leben im Alter angepasst werden, etwa durch die Beseitigung von Schwellen und Barrieren. In Verbindung mit der energetischen Verbesserung der Immobilie erhöhe dies den Wert und die Vermietungschancen: Die Maßnahmen machten die Häuser seniorentauglich, die Enkel könnten das Haus außerdem auch noch in dreißig Jahren zu vertretbaren Kosten nutzen.
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