VERBRAUCHER
INITIATIVE bietet Ratgeber für Hausbesitzer
Fast
130 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Einwohner in Deutschland pro Tag.
Ein Großteil davon könnte durch Regenwasser ersetzt werden. Doch
immer noch halten sich Vorurteile über die Verwendung des Niederschlags,
und die öffentliche Hand tut sich schwer mit einer angemessenen Förderung.
Für
Toilette, Waschmaschine und Gartenbewässerung ist teuer aufbereitetes
Trinkwasser zu schade. Hier genügt auch gereinigtes Regenwasser.
Mindestens ein Drittel des Trinkwassers lässt sich so einsparen.
Regenwassernutzungsanlagen sind technisch ausgereift und schonen
Umwelt und Ressourcen, erläutert Ralf Schmidt, Umweltreferent
der VERBRAUCHER INITIATIVE. Sie sind damit fester Bestandteil einer
modernen und nachhaltigen Wasserversorgung.
Lange
gehegte hygienische Bedenken sind inzwischen ausgeräumt. Deshalb
fand die Nutzung des Regenwassers auch erstmals Eingang in die novellierte
Trinkwasserverordnung, die zum Jahr 2003 in Kraft tritt. Dort wird ausdrücklich
festgehalten, dass Privathaushalte für Toilette und Waschmaschine
auch Wasser von geringerer Qualität als Trinkwasser verwenden
können Regenwasser eben.
Kein
Wunder, dass immer mehr Haushalte auf die Nutzung des frei Haus gelieferten
Niederschlages setzen. Häufig werden Interessierte jedoch schlecht
oder lückenhaft beraten. Denn immer noch halten sich in vielen Verwaltungen
Ressentiments, bemängelt Ralf Schmidt. Mit einem neuen Ratgeber
gibt die VERBRAUCHER INITIATIVE Hausbesitzern deshalb die wichtigsten
Antworten auf Fragen rund um Technik, Planung, Kauf und Finanzierung von
Regenwassernutzungsanlagen.
Ein
Schwerpunkt ist dabei die Förderung. Schmidt: In der Regel
sparen Haushalte durch die Regenwassernutzung nichts. Nur wenn Fördermittel
fließen, rechnet sich eine Anlage auch. Die Broschüre
bietet einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme
der Bundesländer und gibt Tipps zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit.
Die
achtseitige Broschüre Regenwassernutzung kann gegen Einsendung
von fünf Mark (inkl. Versand, Scheck oder Briefmarken) bei der VERBRAUCHER
INITIATIVE e. V., Elsenstraße 106, 12435 Berlin bestellt werden.