Eigentümergemeinschaften
Eine Eigentumswohnung birgt jede Menge Sprengstoff. Was darf ich in meinen Wänden selbst entscheiden? Wann brauche ich die Genehmigung meiner Miteigentümer? Was ist noch Gemeinschaftseigentum? Hier eine Sammlung von Urteilen zum Thema Eigentumswohnung.
Keine generelle Verpflichtung zum Einholen von Vergleichsang…
Vor der Beauftragung von Erhaltungsmaßnahmen in der Wohnungseigentümergemeinschaft besteht grundsätzlich keine Pflicht, drei Vergleichsangebote einzuholen. Diese wichtige Klarstellung bringt eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 27. März 2026 – V ZR 7/25).
[Mehr]Kostenabrechnung für abgelaufenes Jahr hat Bestand
Eine Eigentümergemeinschaft kann einen Kostenverteilungsschlüssel nicht rückwirkend für ein bereits abgelaufenes Abrechnungsjahr ändern. Das verletzt nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS das Prinzip der Verlässlichkeit, auf das ein Mitglied der Gemeinschaft vertrauen können muss.
[Mehr]Wohnungseigentümer dürfen Hausgelder nicht zurückhalten
Die laufenden monatlichen Hausgelder sind essenziell, damit eine Gemeinschaft von Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen kann. Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen diese daher auch dann erbringen, wenn in der Vergangenheit Jahresabrechnungen nicht ordnungsgemäß erstellt wurden.
[Mehr]84 Prozent erwarten negative Folgen bei Abschaffung der Weit…
Die Bundesregierung plant im Rahmen einer Entbürokratisierungsoffensive, die gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungspflicht für Wohnimmobilienverwalter und Makler abzuschaffen. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) begrüßt zwar das Ziel der Entbürokratisierung, lehnt die Abschaffung der Weiterbildungspflicht aber ab.
[Mehr]Verjährung von Ansprüchen kann für WEG's teuer werden
Wohnungseigentümergemeinschaften, die noch offene Forderungen aus dem Jahr 2022 haben, sollten schnell aktiv werden, rät der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE). Am 31. Dezember 2025 verjähren viele Forderungen, die im Jahr 2022 fällig geworden sind; das betrifft auch Hausgeldrückstände.
[Mehr]Tipps zu Adventsschmuck und Brandschutz
In der Weihnachtszeit treffen unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen aufeinander. Das kann vor allem in Wohnungseigentümergemeinschaften zu Konflikten führen – von der Frage, wie Treppenhaus und Balkon dekoriert werden dürfen, bis zur richtigen Müllentsorgung.
[Mehr]Heizkostenabrechnung
In Mehrfamilienhäusern müssen die Heizkosten grundsätzlich gemäß der Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Insbesondere vermietende Eigentümer müssen darauf achten, dass die Heizkostenabrechnung für ihre Mieter korrekt ist – andernfalls können diese ihren Anteil an den Heizkosten kürzen.
[Mehr]Obergrenze benennen
Wenn eine Wohnungseigentümergemeinschaft Erhaltungsmaßnahmen oder bauliche Veränderungen beschließt, dann müssen in dem Zusammenhang zwingend ein Kostenrahmen oder eine Obergrenze der Ausgaben benannt werden. Sonst kann der Beschluss nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS angefochten werden.
[Mehr]Einbruchschutz: Wohnungseigentümer müssen Zustimmung einhole…
Bauliche Veränderungen zum Schutz vor Einbrüchen in Wohnungen von Wohnungseigentümergemeinschaften betreffen stets das Gemeinschaftseigentum. Einzelne Wohnungseigentümer dürfen daher nicht im Alleingang Maßnahmen umsetzen, sondern benötigen vorab die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft
[Mehr]Fortbildung vorher anmelden
Ein Mitglied eines Verwaltungsbeirats war der Meinung, Fortbildungsbedarf zu haben und meldete sich deswegen für 299 Euro zu einem zweitägigen Seminar in einer anderen Stadt an. Inklusive Fahrt- und Übernachtungskosten kamen 440 Euro zusammen, die er von der Eigentümergemeinschaft erstattet haben wollte
[Mehr]Sturmschäden durch Bäume: Was Immobilieneigentümer wissen mü…
Bei Sturm und Gewitter verursachen herabbrechende Äste und umfallende Bäume häufig hohe Kosten durch erhebliche Schäden an Gebäuden. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) informiert, was Immobilieneigentümer zur Versicherung, Haftung und Verkehrssicherungspflicht wissen müssen.
[Mehr]Schwierige PKW-Zufahrt kann ein Mangel sein
In Tiefgaragen geht es meistens etwas eng zu. Das liegt in der Natur der Sache, denn der Platz soll ja möglichst effektiv genutzt werden. Doch alles hat seine Grenzen. Ist die Zufahrt nur mit stark erhöhtem Rangieraufwand möglich, dann kann das nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS einen Mangel des Objekts darstellen.
[Mehr]Graffiti-Schäden: Wie Eigentümer vorbeugen können und was im…
Die Schäden durch illegale Graffiti belaufen sich laut Deutschem Städtetag auf jährlich rund 200 Millionen Euro. Darunter sind auch viele geschädigte private Immobilieneigentümer. Was diese vorbeugend tun können, um Täter abzuschrecken und was im Ernstfall zu tun ist, erläutert der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE).
[Mehr]Bauliche Veränderungen nur nach WEG-Beschluss
Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer dürfen bauliche Veränderungen am gemeinschaftlichen Eigentum nur vornehmen, wenn ihnen das mit einem Beschluss der Eigentümergemeinschaft gestattet wurde. Andernfalls müssen sie damit rechnen, dass sie die Veränderungen wieder rückgängig machen müssen.
[Mehr]Streit um Erhaltungsrücklage
Wenn die Eigentümer einer vermieteten Wohnung Geld in die Erhaltungsrücklage der Gemeinschaft einzahlen, dann zählen diese Ausgaben noch nicht schon ab diesem Zeitpunkt als Werbungskosten. Erst zu einem späteren Zeitpunkt (wenn die zurückgelegten Mittel tatsächlich verwendet werden) ist das nach Information der LBS so.
[Mehr]Pool im Garten: Was Eigentümer beachten müssen
An heißen Sommertagen verspricht ein Pool im Garten Abkühlung. Was dabei zu beachten ist, hat der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) zusammengestellt. Wichtig: Wenn Wohnungseigentümer einen Pool im Garten dauerhaft errichten möchten, dürfen sie das nicht ohne Beschluss der Eigentümergemeinschaft tun.
[Mehr]Starkregen: Wie Eigentümer ihre Immobilie schützen können…
Starkregenereignisse treten immer häufiger auf und können zu erheblichen Schäden an Wohngebäuden führen. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) informiert darüber, welche Schutzmaßnahmen Immobilieneigentümer ergreifen können und welche Versicherung sinnvoll ist.
[Mehr]Eigentümerversammlung: Welche rechtlichen Folgen die Entlast…
In vielen Wohnungseigentümergemeinschaften findet in diesen Wochen die jährliche Eigentümerversammlung statt. Häufig steht dann die „Entlastung der Verwaltung“ auf der Tagesordnung. Doch eine Entlastung hat erhebliche rechtliche Folgen für die Wohnungseigentümergemeinschaft, warnt der Verbraucherschutzverband WiE – und rät...
[Mehr]Sieht aus wie ein Friedhof
Die Gestaltung des gemeinschaftlichen Ziergartens innerhalb einer Wohnanlage wird häufig zum Zankapfel. Es gibt einfach zu viele unterschiedliche Vorstellungen darüber, was schön und angemessen ist. Die Justiz entschied nach Auskunft der LBS, dass das Aufstellen eines privaten Gedenksteins für einen verstorbenen Mitbewohner erlaubt sein kann.
[Mehr]Wieviel Lärm erlaubt ist
Im Sommer verbringen Eigentümer und Mieter häufig viel Zeit im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Wenn Kinder draußen spielen, kann es schon mal lauter werden – das gilt auch für Grillpartys und andere Feiern. WiE informiert, wie viel Lärm Miteigentümer, Mieter und Nachbarn dulden müssen und welche Grenzen es gibt.
[Mehr]Parteiischer Verwalter
Ein Verwalter hatte sich wegen der möglichen Wohnnutzung eines Ladenlokals innerhalb der Anlage ohne Beauftragung durch die Gemeinschaft rechtlich beraten lassen. Dadurch entstanden Kosten, die er der WEG in Rechnung stellte. Bei der Einladung zur Eigentümerversammlung schränkte er zudem die Anwesenheit von Rechtsanwälten ein.
[Mehr]Streit um Klimagerät in Wohnungseigentümergemeinschaft
BGH: Nur konkrete Auswirkungen der baulichen Veränderung dürfen berücksichtigt werden bei der Frage, ob ein Miteigentümer unbillig benachteiligt wird / Eigentümer können sich gegen Störungen wehren, auch wenn der Beschluss bestandskräftig ist
[Mehr]Neues BGH-Urteil zur Jahresabrechnung
Die Jahresabrechnungen von Wohnungseigentümergemeinschaften sind häufig fehleranfällig und landen nicht selten vor Gericht. Ein wichtiges Urteil des Bundesgerichtshofs stellt nun klar, dass Wohnungseigentümer auch nur einen Teil der Abrechnungsspitze anfechten können, der sich betragsmäßig auf eine bestimmte Kostenposition bezieht.
[Mehr]Nur virtuell dabei
Eine Eigentümergemeinschaft und deren Verwaltung sind nicht verpflichtet, von sich aus und proaktiv eine Online-Teilnahme an Versammlungen anzubieten. Einzelne Mitglieder der Gemeinschaft, die das begehren, müssen nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS selbst aktiv werden und dies einfordern.
[Mehr]Koalitionsvertrag: Das bedeutet er für Wohnungseigentümer …
Positiv: Senkung der Strompreise, Stärkung der Eigentumsbildung, Einführung der Elementarschadenpflichtversicherung / Kritik: kein Bekenntnis zur Evaluation des Wohnungseigentumsgesetzes, Unklarheiten bei Bauträgerinsolvenz und Gebäudeenergiegesetz, Verschlechterung der Lage für private Vermieter
[Mehr]Strom vom eigenen Balkon
Wohnungseigentümer haben seit dem vergangenen Jahr einen gesetzlichen Anspruch auf die Installation eines Steckersolargerätes. Sie müssen allerdings vorher die Zustimmung der Miteigentümer in der Eigentümerversammlung einholen, da die Maßnahme in aller Regel Gemeinschaftseigentum betrifft.
[Mehr]Wie Wohnungseigentümer die Tagesordnung mitgestalten können…
In vielen Wohnungseigentümergemeinschaften steht in den kommenden Wochen oder Monaten die jährliche Eigentümerversammlung an. Ob Pflege des Vorgartens, Balkonsanierung oder Heizungstausch: In der Versammlung entscheiden die Wohnungseigentümer über ihr gemeinschaftliches Eigentum, indem sie Beschlüsse fassen.
[Mehr]Weiterbau unzumutbar
Ein Mitglied einer Eigentümergemeinschaft hat zwar prinzipiell einen rechtlichen Anspruch auf die beschlossene und bereits begonnene Errichtung einer Wohnanlage. Wenn dies aber den anderen Eigentümern aus finanziellen Gründen unzumutbar ist, dann ist dieses Recht nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht durchsetzbar.
[Mehr]Insolvenz der Deutsche Rücklagen
Das Amtsgericht Frankfurt hat am 04.03.2025 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Deutsche Rücklagen GmbH eröffnet. Von der Insolvenz sind Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) betroffen, deren Hausverwaltungen Rücklagen der WEGs in festgeschriebene Anleihen der Deutsche Rücklagen angelegt hatten.
[Mehr]Nicht auszuhalten
Wer hätte nicht gerne ein sauberes Wohnumfeld, in dem er sich wohlfühlen kann. Leider ist das manchmal nicht der Fall. Immer wieder bereiten Schmutz und Verwahrlosung in Wohnanlagen Probleme, manchmal sogar nachhaltig. Der Infodienst der LBS beleuchtet einige Streitfälle aus der Gerichtsbarkeit, in denen es um diesen Themenkreis ging.
[Mehr]Fahrstuhlbeschluss
Der nachträgliche Einbau eines Fahrstuhls in einen Altbau gilt vielen Eigentümern als erstrebenswert, weil sich dadurch der Nutzwert einer Immobilie wesentlich erhöht. Insbesondere ist das dann der Fall, wenn beim Antragsteller erhebliche körperliche Beeinträchtigungen vorliegen, die das Treppensteigen erschweren.
[Mehr]Datenschutz im Preis inbegriffen
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist unbedingt einzuhalten – auch im Bereich der Immobilienverwaltung. Grob gesagt geht es um Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten, also unter anderem um deren Übermittlung, Speicherung und fristgemäße Löschung.
[Mehr]Was sich 2025 für Wohnungseigentümer ändert
Zum Jahreswechsel werden verschiedene gesetzliche Änderungen in Kraft treten. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) gibt einen Überblick, welche Änderungen für Wohnungseigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften wichtig sind, wie diese einzuschätzen sind und welche Fristen im Lauf von 2025 eingehalten werden müssen.
[Mehr]WEG: Rücklagen dürfen nicht spekulativ angelegt werden
Wohnungseigentümergemeinschaften müssen laut Wohnungseigentumsgesetz eine Erhaltungsrücklage zur Finanzierung von Erhaltungsmaßnahmen bilden. Verwaltungen sind verpflichtet, diese zwar möglichst gewinnbringend, gleichzeitig aber auch sicher anzulegen. Eine spekulative Anlage der Rücklage ist nicht zulässig.
[Mehr]Keine direkte Klage
Ein einzelner Wohnungseigentümer kann nicht wegen der Verletzung von Pflichten des Verwalters aus dem mit der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer geschlossenen Vertrag gegen den Verwalter vorgehen. Das ist nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS Sache der Gemeinschaft.
[Mehr]Brennender Weihnachtsbaum
Ein brennender Adventskranz oder Weihnachtsbaum kann schlimme Schäden in der Wohnung verursachen oder gar zu einem Wohnungsbrand führen. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum informiert, welche Vorkehrungen Wohnungseigentümer*innen im Vorfeld treffen sollten und welche Versicherungen im Schadensfall greifen.
[Mehr]So entzündet sich kein Streit an Lichterketten
Die Adventszeit steht vor der Tür. Bei der Beleuchtung ihres Balkons müssen Wohnungseigentümer einige Punkte beachten, informiert der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE). Denn der Balkon gehört zwar zur Wohnung, ist aber Gemeinschaftseigentum.
[Mehr]Was Wohnungseigentümer beim Einbruchschutz beachten müssen…
Bauliche Maßnahmen, die die Wohnung und die Wohnanlage vor Einbrüchen schützen sollen, betreffen stets das Gemeinschaftseigentum. Einzelne Wohnungseigentümer dürfen daher nicht im Alleingang Fenster oder die Wohnungseingangstür nachrüsten, sondern sie brauchen dafür immer einen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft.
[Mehr]Laubfegen: WEGs haften für Versäumnisse
Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) müssen ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen und im Herbst ihr Grundstück von Laub befreien, damit sich niemand verletzt. Wenn ein Dienstleistungsunternehmen beauftragt wird, ist es wichtig, dieses durch die Verwaltung überwachen zu lassen.
[Mehr]Mehraufwand für Eigentümer
Einzelne Wohnungseigentümer können ihren Verwalter nicht mehr direkt auf Schadensersatz verklagen, wenn dieser seine Pflichten verletzt hat. Sie müssen stattdessen ihre Schadensersatzklage gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft richten. Das stellte der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil (05.07.2024, Az. V ZR 34/24) klar
[Mehr]Nicht entlastet
Zur ordnungsgemäßen Verwaltung eines Objekts im Auftrag einer Eigentümergemeinschaft zählt unter anderem die Erstellung eines Vermögensberichts. Ein Verwalter im Raum Frankfurt war dem nicht nachgekommen und hatte den Eigentümern stattdessen nur die Abrechnungsunterlagen übersandt.
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