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Auf der sicheren Seite

Alles aus einer Hand – das gilt für das seit über 25 Jahren erprobte VHF-Sortiment von Sto. Es umfasst Paneel- und Trägerplattenvarianten auch auf passivhauszertifizierten Edelstahl-Unterkonstruktionen mit Oberflächen aus Putz, Klinker, Naturstein, Glas oder Photovoltaik-Paneelen.

1993 führte Sto eines der ersten fugenlos verputzten VHF-Systeme ein. Der Aufbau – heute unter dem Namen StoVentec R – kommt seither an Hochhäusern und kleineren Bauwerken zum Einsatz, je nach Konstruktion in einer nichtbrennbaren oder schwer entflammbaren Version, von weiß über farbtonintensiv bis rabenschwarz. Es folgten Fugen betonende opake Glaspaneele, Glasmosaik, Keramik und Klinker. Eigene Steinbrüche, die für eine geschlossene Knowhow-Kette vom Rohstoff bis zur fertigen Fassade sorgen, ermöglichten Natursteinoberflächen. 2012 dann ein neuer Entwicklungssprung: Die Unterkonstruktion für Sto-VHF-Systeme wird vom Darmstädter Passivhaus-Institut als „wärmebrückenfrei“ zertifiziert (∆UWB-Wert ≤ 0,010 W/m²K). Ausladungen bis 600 Millimeter sind problemlos möglich, aber auch größere Abstände wurden schon gemeistert. Heute punkten die fugenlosen oder aber fugenbetonten VHF-Varianten auch mit Photovoltaik-Modulen und plastischen Fassadenelementen.

Leicht und vielseitig

Kern der Bekleidung fast aller StoVentec-Systeme ist eine Putzträgerplatte aus Blähglasgranulat, die beidseitig mit hochzugfestem Glasfasergewebe ausgestattet ist. Dieser Verbund erzeugt eine statische Lastabtragungscharakteristik, vergleichbar mit der von Stahlbeton. Dennoch ist das Eigengewicht der zwölf Millimeter dünnen Platte mit 6 kg/m² sehr gering. Das Aufbringen der Oberflächenmaterialien erfolgt bei Glasplatten oder Photovoltaik-Paneelen werkseitig beziehungsweise bei Putz, Naturstein, Klinker, Keramik oder Glasmosaik auf der Baustelle. Fällt die Entscheidung für eine verputzte Oberfläche, lassen sich vielfältige Texturen und Farbtöne umsetzen, wobei – aufgrund der Hinterlüftung – keine Begrenzung des Hellbezugswerts zu beachten ist, also auch sehr dunkle Kolorite in Frage kommen. Die Kombination mit massiven plastischen Elementen gehört ebenfalls zum Repertoire.

Ein System ist ein System ist ein System

Die Bestandteile – Unterkonstruktion, Wärmedämmung und Bekleidung – eines durch die DIN 18516 geregelten VHF-Aufbaus sollten stets aus einer Hersteller-Hand mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung stammen, da dann die einzelnen Systembestandteile aufeinander abgestimmt sind. Außerdem wird nur ein Ansprechpartner benötigt, wenn es doch mal zu Rückfragen kommt.

Von der Problemlösung zum Maßstab

An Systemanschlüssen (Gebäudeöffnung, Attika etc.) oder Systemübergängen (Kombination aus VHF und WDVS) sind ausgereifte Detaillösungen entscheidend. Sto hat in den vergangenen 25 Jahren eine Vielzahl von Lösungen für alle Arten von Anschlüssen entwickelt, die heute als Standard in der Branche dienen.

Hart im Nehmen

Das vorgehängte Fassadensystem StoVentec R erfüllt höchste Anforderungen beim Schlagschutz. Vor allem in der organisch beschichteten Variante (Unterputz: StoArmat Classic Plus, Oberputz: Stolit) genügte das System bei den Prüfungen für die Europäisch Technische Zulassung (ETA) als derzeit einziges im Markt befindliches System den Kriterien für die Schlagschutz-Klasse 1. Es hielt Stößen bis 400 Joule ohne sichtbare Beschädigungen stand. Die mineralischen Systemaufbau-Varianten wurden in die immer noch sehr gute Klasse 2 eingestuft.

Das vollflächig mit Glas belegte StoVentec Glass bestand eine weitere extrem anspruchsvolle Prüfung, die mittlerweile von einigen europäischen Metropolen für innerstädtische Lagen eingefordert wird: Die Glasfassade wird dabei einer Explosion ausgesetzt, wobei sich weder einzelne Splitter noch ganze Platten aus der Fassade lösen dürfen

An Erfahrung mit VHF mangelt es nicht im Südwesten Deutschlands. Hier ein traditionelles System mit Holzschindeln an einem Schwarzwaldhaus. Foto: Sto SE & Co. KGaA
StoVentec Glass ermöglicht opake fugenbetonte Glasfassaden auch bei großen Baukörpern wie dem Verwaltungsgebäude MP09 im österreichischen Graz (GS Architects). Foto: G. Liebminger / Sto SE &Co. KGaA
Auch für den Einsatz im Gebäudeinneren eignet sich StoVentec Glass. (Bahnhof in Reading, UK; Grimshaw Architects.) Foto: J. Stephenson / Sto SE &Co. KGaA
Beim fugenlos verputzten VHF-System StoVentec R können auch Radien umgesetzt werden. (Kongresszentrum Aguilas, Spanien, Barozzi/Veiga Architekten). Foto: J. Lanoo / Sto SE &Co. KGaA
StoVentec Glass und StoVentec ARTline Invisible verknüpfen photovoltaisch aktive und inaktive Glaspaneele zu einer homogenen Hülle. (Plus-Energiehaus, Berlin; Werner Sobek, Stuttgart). Foto M. Koslik / Sto SE &Co. KGaA