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Von der Natur gelernt

Vor 20 Jahren begann der Siegeszug bionischer Bauprodukte. Heute sind die von der Natur inspirierten Hochleistungs-Beschichtungen wie Lotusan („Schmutz perlt mit dem Regen ab“) oder StoColor Dryonic („Schön trocken, egal was kommt“) auf der ganzen Welt im Einsatz. Sie ermöglichen Oberflächen mit extrem geringer Verschmutzungsneigung, die kaum von Mikroorganismen besiedelt werden können – ganz ohne biozide Filmschutzmittel.

Die Bionik ist eine Wissenschaftsdisziplin, deren Ziel es ist, biologische Phänomene zu verstehen und in technische Anwendungen zu „übersetzen“. Einige Ergebnisse dieser Disziplin sind bereits in unserem Alltag präsent (z.B. der Klettverschluss), andere (wie selbstschärfende Messer nach dem Vorbild von Nagetier-Zähnen) sind vor allem unter Fachleuten bekannt. Dieses „Lernen von der Natur“ führte auch zur Entdeckung des Lotus-Effekts. Wissenschaftler beobachteten, dass die Blätter der Lotus-Pflanze nach einem Regen stets sauber sind. Der Grund: die wasserabweisende, also nicht benetzbare Oberflächenstruktur der Pflanzenblätter. Ihre verblüffende Eigenschaft basiert auf winzigen Mikrostrukturen. Dadurch bleibt der Schmutz auf den Blättern nur liegen, er haftet nicht und kann abgespült werden. Nach intensiver Forschung gelang die Übertragung dieses Effekts auf die Fassadenfarbe Lotusan.

Heute, zwei Jahrzehnte später, ist Sto der weltweit größte Hersteller bionischer Bautenbeschichtungen. Das von der Natur abgeschaute Produktportfolio umfasst inzwischen eine Fassadenfarbe (Lotusan) und einen Fassadenputz (StoLotusan). Dazu kommen die Beschichtungen der StoColor Dryonic-Familie. Sie basieren auf den gleichzeitig hydrophilen wie auch hydrophoben Eigenschaften eines Insektenpanzers und führen Regenwasser, aber auch kleinste Tröpfchen (Tau, Nebel) unverzüglich von der Fassade ab. Die so stets trockenen Fassaden bieten Mikroorganismen wie Algen oder Pilzen keinen geeigneten Lebensraum – ganz ohne biozide Filmschutzmittel. Neben der Standardversion StoColor Dryonic gibt es eine spezielle Variante für Holzuntergründe (mit SunBlock Technology) und eine Version, bei der die feuchteabweisenden Eigenschaften mit einem Schutz vor solarer Aufheizung (mit X-black-Technology) kombiniert sind. Die Farben der StoColor Dryonic-Familie eignen sich für nahezu alle bauüblichen Untergründe (Putze, Beton, Sichtmauerwerk, Metalle, Holz, Kunststoffe, Tonziegel, Faserzementplatten). Dies erlaubt, unterschiedlichste Bauteile (Fassaden, Dächer, Dachuntersichten, Holzverschalungen, Fallrohre etc.) farbnuancengenau gleich zu beschichten.

Mit der Übertragung des Lotus-Effekts auf eine Fassadenfarbe wurde vor 20 Jahren ein neues Kapitel bei den Bautenbeschichtungen aufgeschlagen. Foto: Sto SE & Co. KGaA
Die Farben der StoColor Dryonic-Familie setzen die Erfolgsgeschichte bionischer Bautenbeschichtungen fort: Von ihren Oberflächen werden selbst kleinste Tröpfchen (Tau, Nebel) unverzüglich abgeführt. Foto: STEP-Ani-Motion
Naturwunder: Der Rückenpanzer des Nebeltrinkerkäfers vereint hydrophile und hydrophobe Oberflächen-Eigenschaften. Foto: Shutterstock, Vladimir Wrangel
Die Farben der StoColor Dryonic-Familie eignen sich für die Beschichtung von Putzen (auch auf WDV-Systemen), Beton, Klinkersteinen, Metall (z.B. Aluminium oder verzinkte Bleche), Holz (auch bedingt maßhaltige Untergründe wie Dachuntersichten), Faserzementschindeln, Kunststoffe (z.B. HPL-Platten) und Tonziegel. Foto: Martin Baitinger / Sto SE & Co. KGaA
Holz trocknet blitzschnell ab dank StoColor Dryonic Wood. Foto: Sto SE & Co. KGaA