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Das Fernwärmenetz ist ein Glücksfall

Thema Geothermie: „Im Gespräch“ mit dem Direktor des Geologischen Dienstes

Düsseldorf. Dr. Ulrich Pahlke ist Direktor des Geologischen Dienstes in Nordrhein-Westfalen. In einem neuen Beitrag für die Rubrik „Im Gespräch“ bezieht er gegenüber der EnergieAgentur.NRW Stellung zur Bedeutung der Geothermie für die künftige Energieversorgung der Region.

Die Geothermie ist eine unerschöpfliche, umweltfreundliche und jederzeit verfügbare Erneuerbare-Energien-Quelle. Sie umfasst die gesamte Energie, die unter der Erdoberfläche in Form von Wärme gespeichert wird. In den bodennahen Schichten sind die Temperaturen mit durchschnittlich 10 bis 12 Grad Celsius noch vergleichsweise niedrig. Allerdings steigen sie pro 100 Meter Tiefe um etwa 3 Grad Celsius. Diese Umstände lassen sich sinnvoll nutzen. Deshalb wird in NRW an der systematischen Erschließung und Nutzung der Geothermie gearbeitet.

Die Geothermie-Potenzialstudie des Landesumweltamtes belegte bereits 2015, dass mehr als 50 Prozent des NRW-Wärmebedarfs durch die Nutzung von oberflächennaher Geothermie gedeckt werden könnte. Die Voraussetzungen für die weitere Nutzung zum Beispiel auch der Tiefengeothermie sind in NRW ebenso günstig: „Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn haben wir in NRW für große Bereiche eine exzellente Abdeckung mit Fernwärmenetzen. Das ist ein Glücksfall für unser Bundesland, denn gerade diese vorhandenen Infrastrukturen werden es in Zukunft erlauben, klimafreundliche Erdwärme kostengünstig zu nutzen“, so Pahlke im Gespräch mit der EnergieAgentur.NRW.

Allerdings sieht der Fachmann auch noch Handlungsbedarf. So wünscht er sich zum Beispiel weitere staatlich geförderte Untersuchungen, um die energetischen Potenziale unter anderem im tiefen Untergrund zu erschließen.

Das komplette Gespräch findet sich auf der Internetseite der EnergieAgentur.NRW unter www.energieagentur.nrw/im-gespraech/.