Wer Kinder hat, weiß, dass eine Schaukel jeden Garten zu einem absoluten Highlight für kleine Abenteurer macht. Dank fertiger Sets ist die Montage ein Leichtes, wer handwerklich geschickt ist, kann natürlich auch selbst eine Schaukel bauen. In jedem Fall muss dafür gesorgt werden, dass die Schaukel sicher genutzt werden kann, auch wenn es beim Toben und Spielen mal etwas wilder zugeht. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Traumschaukel im Garten richtig installieren.
Ein passender Standort
Zum Schaukeln braucht man Platz! Bei fertigen Schaukeln wird in der Anleitung angegeben, wie viel Freiraum rund um das Spielgerät notwendig ist. Dort dürfen sich keine potenziellen Gefahrenquellen befinden, also weder Äste noch Steine, Pflanztöpfe oder andere Objekte. Als Faustregel kann man von zwei Metern Sicherheitsabstand in jede Richtung ausgehen. An den Seiten, in die die Schaukel schwingt, sollte der Sicherheitsabstand um die Länge der Seile beziehungsweise Ketten erweitert werden. Der Boden muss eben und stabil sein, damit die Schaukel gerade steht und fest verankert werden kann. Außerdem sollte er fallsicher gemacht werden. Bei einer geringen Fallhöhe reicht Gras als Dämpfung aus, größeren Schutz bieten Sand, Rindenmulch oder spezielle Fallschutzmatten. Insbesondere, wenn Sand als Untergrund gewählt wird, ist es sinnvoll, die Erde im Umkreis der Schaukel auszuheben und eine flache Grube zu schaffen, die mit dem Sand befüllt werden kann. Gibt es Grasnarbe zu entsorgen, geht das am leichtesten über den Kompost.
Das Gerüst zusammenbauen
Bevor für die Befestigung im Erdreich gesorgt werden kann, muss die Schaukel zunächst zusammengebaut werden. Dabei hält man sich am besten strikt an die Montageanleitung des Herstellers. Mit dem richtigen Know-How kann man ein Schaukelgerüst aus Balken und Pfosten auch selberbauen. Wichtig ist, dass alle genutzten Materialien für die Verwendung im Außenbereich geeignet sind. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, ist darauf zu achten, dass keine Schraubköpfe hervorstehen.
Verankerung im Boden
Aus Sicherheitsgründen müssen Schaukeln immer fest im Boden verankert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Spielgerät nicht einfach umkippt, wenn damit geschaukelt wird oder der Wind mal kräftig pustet. Am sichersten ist es, einbetonierte Pfostenträger zu verwenden. Sie halten auch schwere Schaukeln stabil und schützen die Pfosten vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Für Schaukeln werden typischerweise H-Pfostenträger empfohlen, da sie maximalen Halt bieten. Um sie in den Boden einzubringen, müssen Punktfundamente gegossen werden. Am besten wird das Gerüst dazu zunächst probehalber aufgestellt und die exakte Position markiert, an der die Schaukel stehen soll. Dort, wo die Pfosten hinkommen, kann nun gegraben werden. Die oberste Schicht, die Grasnarbe, sollte möglichst vorsichtig abgetragen werden, denn sie kann später wieder eingesetzt werden, falls die Schaukel auf Rasen stehen soll. Die Löcher sollten mindestens 80 cm tief sein, denn erst dann ist das Fundament frostsicher. Wird dies nicht eingehalten, kann Wasser, das sich unter dem Beton ansammelt, im Winter möglicherweise gefrieren und Risse verursachen, die die Stabilität der Schaukel gefährden. In die fertigen Löcher werden jetzt die Pfostenträger gesetzt. Sobald diese richtig ausgerichtet wurden, werden sie mit Schnellbeton fixiert. Auch dabei gilt es, sich genau an die Vorgaben vom Hersteller zu halten, denn nur dann kann die gewünschte Festigkeit garantiert werden. Der Beton muss nun vollständig aushärten. Erst dann können die Pfosten eingesetzt und verschraubt werden. Alternativ können die Pfostenträger auch erst mit den Pfosten verschraubt werden, um die gesamte Konstruktion in die Löcher zu setzen, auszurichten und die Pfostenträger einzubetonieren. Dabei muss jedoch sichergestellt werden, dass das Gerüst sich nicht verschiebt oder kippt, während der Beton trocknet.
Der letzte Schliff
Wenn das Gerüst sicher im Boden verankert ist, kann die eigentliche Schaukel montiert werden. Außerdem sollte das Spielgerät noch einmal ausgiebig unter die Lupe genommen werden. Gibt es scharfe Kanten, hervorstehende Schrauben, Splitter oder andere Verletzungsgefahren? Falls ja, müssen diese beseitigt werden, bevor die Schaukel zum Spielen freigegeben werden kann. Zudem sollte ein Erwachsener probeschaukeln, um die Tragfähigkeit der Konstruktion zu testen. Zu guter Letzt kann die Schaukel noch mit einer Lasur behandelt werden, um den Witterungsschutz zu erhöhen. Wer noch ausreichend Platz im Garten hat, muss sich natürlich nicht mit einer einzelnen Schaukel begnügen. Spieltürme, Reckstangen, Rutschen und Co. können den eigenen Garten noch mehr zum privaten Spielplatz machen und für leuchtende Kinderaugen sorgen.
