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Eigentumswohnungen: Design schlägt Preis

Käufer sind bei Bezahlung meist flexibel, achten aber stark auf Ausstattung und Materialien

Ob sich eine Eigentumswohnung gut verkauft, hängt weniger von ihrem Preis ab als von physischen Eigenschaften wie den Baumaterialien oder dem Innenausbau. Beispielsweise kommt Holz als Baumaterial schlechter an als Beton. Käufer sind häufig flexibel bei dem, was sie für eine Wohnung zahlen wollen, achten aber sehr genau auf das Design. Das zeigt eine Studie der University of Alberta http://ualberta.ca .

Preisunterschied sekundär

"Vermutlich legen die meisten Kunden einen Bereich in ihrer Preisklasse fest, in dem sich der Kauf bewegen muss. Der Preisunterschied von ein paar tausend Dollar ist in diesem Fall nicht so wichtig. Verkäufer müssen wissen, worauf ihre Kunden bei ihrem zukünftigem Zuhause Wert legen. Nur so können sie schnell Wohnungen anbringen", empfiehlt Studienleiter Samer Bu Hamdan.

Das Team hat 40.000 Wohnungsinserate im kanadischen Edmonton zwischen den Jahren 2009 und 2019 analysiert. Im Fokus der Studie stand, wie lange diese Immobilien auf dem Markt waren, bevor sie entweder entfernt oder verkauft wurden. Dabei achteten die Forscher auf die physischen Eigenschaft der Wohnungen.

Haus aus Beton schnell verkauft

Das Baumaterial hat bei den Verkäufen eine große Rolle gespielt. Eine Wohnung in einem Haus aus Beton reduziert die Zeit auf dem Markt durchschnittlich um fast 300 Prozent. Dagegen verlängern Ziegel oder Stahlbauten die Verkaufszeit um bis zu 30 Prozent. Bauten aus Holz verringern die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Wohnung verkauft.

Sogar das Material, aus dem das Dach besteht, macht einen Unterschied. Sind die Dachziegel aus Lehm, beschleunigt das den Verkauf. Sind sie dagegen aus synthetischem Gummi, kommt die Wohnung nicht so schnell weg. Auch wichtig für ein erfolgreiches Geschäft ist eine Klimaanlage, sie erhöht die Geschwindigkeit einer Transaktion um 13 Prozent

Wohnung: Preis für viele wenig wichtig (Foto: pixabay.com, pkamiini)